Nach nur einer Folge: ARD stellt neuen DonnerstagsKrimi ein

Das Erste beendet überraschend den neuen Kreta-Krimi. Trotz starker 19,5 % Marktanteil wird es nach nur einer einzigen Episode keine Fortsetzung mehr geben

Das Fernsehpublikum muss sich von einer neuen Krimi-Reihe im Ersten verabschieden. Wie das Onlineportal Joyn berichtet, wird der geplante Nachfolger des Auftaktfilms “Tod in der Bucht” nicht gedreht. Auf Nachfrage gab die ARD ein kurzes Statement ab: Leider “wird es […] keinen zweiten Kreta-Krimi geben”.

Nach nur einer Folge und trotz Top-Quoten: ARD stellt neuen  DonnerstagsKrimi ein

Damit wird aus dem am 6. März 2025 Ableger des DonnerstagsKrimis keine Reihe – und das trotz hervorragender Einschaltquoten: Die Premiere lockte 4,93 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme, was einem starken Marktanteil von 19,5 Prozent entsprach.

Selbst die Wiederholung am Samstag, dem 4. Juli 2026, erreichte in Konkurrenz zur Fußball-WM noch 3,68 Millionen Menschen und einen hervorragenden Marktanteil von 19,8 Prozent.

Darum geht es im “Kreta-Krimi”

Im Mittelpunkt der Handlung steht Hauptkommissarin Eleni Theodoraki (Naomi Krauss), die nach vielen Jahren in Deutschland in ihre Heimatstadt Rethymnon zurückkehrt, um dort die Leitung der Mordkommission zu übernehmen. Ihr erster Fall entwickelt sich schnell zu einer persönlichen Belastungsprobe: Der Mord an dem umstrittenen Bauamtsleiter Philippis erschüttert nicht nur die Stadt, sondern bringt auch Elenis eigene Familie in Bedrängnis.

Als die Ermittlungen dazu führen, dass sie Jorgos – den Verlobten ihrer Nichte – festnehmen muss, gerät das familiäre Gleichgewicht ins Wanken und die geplante Hochzeit steht auf dem Spiel.

“Tod in der Bucht” deutet darüber hinaus zahlreiche Konflikte und Figurenkonstellationen an, die Stoff für weitere Episoden geboten hätten. Über allem schwebte zudem ein dunkles Geheimnis aus Elenis Vergangenheit, das nur angedeutet wurde und unbeantwortete Fragen hinterließ – die nun wohl nie beantwortet werden.

ARD plant bei DonnerstagsKrimis langfristig

Anstatt Geld in den langwierigen Aufbau neuer Marken zu stecken, konzentriert sich die ARD Degeto offensichtlich lieber auf ihre langlebigen, absolut sicheren Quoten-Schwergewichte. Ressourcen fließen künftig primär in etablierte Erfolgsgaranten wie “Nord bei Nordwest”, “Der Wien-Krimi: Blind ermittelt”, “Der Zürich-Krimi”, “Der Bozen-Krimi” und “Der Usedom-Krimi”.

Dass dennoch Platz für Neues ist, bewies der Sender erst zuletzt mit neuen Krimis in Flensburg, im Saarland (“Bruder, Liebe, Tod”, Start April 2026) oder mit dem “Nord bei Nordwest”-Ableger “Nord bei Nordost”, der aus dem Stand Top-Quoten einfuhr.

Zusätzlich kamen Reihen wie die “Krimis aus Passau” (erfolgreich im Herbst 2025, Fortsetzung im Herbst 2026 geplant), der Salzburg-Krimi mit Fritz Karl sowie der deutsch-österreichische “Tirolerblut”-Krimi mit Ursula Strauss dazu, während der Masuren-Krimi weiter fortgesetzt wird.

Auch bei ZDF verabschiedet man sich von langjährigen Reihen: So wird der “Spreewaldkrimi” nach 20 Jahren eingestellt. In einem Statement erklärt der Senderdie Entscheidung.

 

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